Beim FC Roland Wedel hat sich vor dem Start in die Saison 2026/27 einiges getan. Mit Caner Arda steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der Kader wurde auf mehreren Positionen verändert – und nach einer torreichen Vorbereitung folgten bereits Pokalderby und Ligaauftakt. Zum Start in die Kreisliga musste sich Roland beim Rissener SV knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Neues Trainerteam und viele neue Gesichter
Der neue Trainer des FC Roland Wedel heißt Caner Arda. Der 30-Jährige wird von seinem jüngeren Bruder Celal sowie Samet Artun unterstützt, der als Torwarttrainer zum Trainerteam gehört.
Auch abseits des Platzes kann sich die Mannschaft weiterhin auf große Unterstützung verlassen. Ein besonderer Dank gilt erneut Malte Gollub, der rund um das Team viel Arbeit übernimmt und damit einen wichtigen Beitrag leistet.
Mit dem neuen Trainer kamen auch einige Spieler aus der zweiten Mannschaft des Hetlinger MTV nach Wedel. Neu dabei sind Mikail Basoglu, Alper Baygündüz und Mark Mädler, die zuletzt für den HMTV gespielt haben.
Hinzu kommen Safouhat Gabsi, Enes Cümer, Caglar Sönmez, Jervin Korf, Mehmet Alp und Tahsin Gökmen. Ebenfalls neu ist Ercal Salim, der von Hellas United zum FC Roland Wedel gewechselt ist. Mit Baris Ayik kehrt zudem ein bekanntes Gesicht zurück.
Auch Burak Bayram ist wieder an Bord.
Während Caner Arda in der Vorbereitung urlaubsbedingt fehlte, übernahm Burak zwischenzeitlich das Training. Kurz vor Ende der Vorbereitung entschied er sich schließlich dazu, seine Erfahrung auch wieder als Spieler in die Mannschaft einzubringen.
Allen Neuzugängen noch einmal ein herzliches Willkommen bei Roland!
Einige Abgänge vor der neuen Spielzeit
Auf der Abgangsseite hat sich der Kader ebenfalls verändert. Furkan Sen versucht sein Glück künftig beim Wedeler TSV in der Bezirksliga. Samet Baygündüz tritt aus familiären Gründen etwas kürzer, während Mert Enes Aygün zum FFC 08 Osman Bay gewechselt ist.
Auch Can-Ali Dursun möchte künftig etwas kürzertreten. Für personelle Engpässe hat er allerdings signalisiert, der Mannschaft weiterhin zur Verfügung zu stehen.
Eine Vorbereitung mit vielen Toren
Die Vorbereitung hatte einiges von einer klassischen Roland-Sommervorbereitung: viele Tore, zunächst noch erkennbare konditionelle Defizite und entsprechend viel Arbeit auf dem Trainingsplatz.
Im ersten Test gegen Lohkamp begann Roland stark und führte nach Treffern von Baris und Cemal sogar mit 2:0. Zur Pause stand es 3:3, am Ende musste sich die Mannschaft jedoch deutlich mit 3:9 geschlagen geben.
Es folgte ein klarer 5:0-Erfolg gegen die zweite Mannschaft des Wedeler TSV. Anschließend ging es nach Tangstedt. Fünf Minuten vor Schluss stand es dort noch 4:4, ehe viele Wechsel, nachlassender Spielfluss und schwindende Kräfte dafür sorgten, dass die Partie noch mit 4:7 verloren ging.
Auch gegen den Landesligisten aus Hetlingen hielt Roland vor allem in der ersten Hälfte gut mit. Zur Pause lag die Mannschaft lediglich mit 2:3 zurück, am Ende stand ein 3:7.
Zum Abschluss der Vorbereitung gab es dann noch einmal ein Erfolgserlebnis: Gegen den SC Pinneberg gewann Roland mit 3:2.
Pokalderby gegen Cosmos: lange offen, am Ende deutlich
Mit diesem positiven Abschluss ging es in die Pokal- und Derbywoche. Das Los hatte dem FC Roland Wedel in der ersten Runde des LOTTO-Pokals ausgerechnet den Stadtnachbarn Cosmos Wedel beschert. Das Derby fand am 9. August 2026 statt und endete mit einem 6:2-Erfolg für Cosmos.
Vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich zunächst eine packende erste Halbzeit. Roland blieb im Spiel und hätte aus eigener Sicht durchaus mit einem 2:2 in die Pause gehen können. Einige Entscheidungen des Schiedsrichters sorgten auf Wedeler Seite allerdings für deutliche Diskussionen. Zur Halbzeit führte Cosmos schließlich mit 3:2.Direkt nach Wiederanpfiff fiel das 4:2 – und damit bekam die Partie eine andere Richtung. Cosmos war an diesem Tag insgesamt die stärkere Mannschaft und nutzte seine Möglichkeiten konsequenter. Besonders Dominik Zink erwischte einen starken Tag und erzielte nach dem vorliegenden Spielbericht fünf Treffer gegen Roland.
Am Ende stand ein 6:2 für Cosmos und damit das Aus für Roland in der ersten Pokalrunde.
Starker Start in Rissen bleibt unbelohnt
Zum Ligaauftakt ging es für den FC Roland Wedel nach Rissen. Ausgerechnet dort hatte Roland bereits die vergangene Saison mit einem Auswärtsspiel beendet – nun begann auch die neue Spielzeit an gleicher Stelle.
Der Start gelang zunächst nach Maß. Yigit und Osman brachten Roland innerhalb der ersten 20 Minuten mit 2:0 in Führung.Danach kam Rissen zurück. Zwei aus Roland-Sicht fragwürdige Elfmeterentscheidungen ermöglichten den Gastgebern den Ausgleich. Ein weiterer Treffer nach einem Lattenschuss brachte Rissen anschließend mit 3:2 in Führung.
In der zweiten Halbzeit konnte Roland nicht mehr entscheidend zurückschlagen. So blieb es beim 3:2 für Rissen. Das Ergebnis und der damit verbundene Saisonstart mit null Punkten sind auch in der aktuellen Kreisliga-Tabelle verzeichnet.
Fazit
Der FC Roland Wedel geht mit vielen Veränderungen in die neue Saison. Trainerteam und Kader wurden neu aufgestellt, und die Vorbereitung zeigte bereits, dass in der Mannschaft offensiv einiges steckt – gleichzeitig aber noch an Stabilität und Kondition gearbeitet werden muss.
Im Pokal war Cosmos über die gesamte Partie gesehen die stärkere Mannschaft. Beim Ligaauftakt in Rissen zeigte Roland dagegen vor allem in der Anfangsphase, welches Potenzial vorhanden ist. Die 2:0-Führung blieb zwar unbelohnt, bietet aber genügend Ansatzpunkte für die kommenden Aufgaben.
Ausblick auf das nächste Spiel
Am Sonntag, 23. August 2026, steht das erste Heimspiel der neuen Kreisliga-Saison an. Der FC Roland Wedel empfängt um 14:00 Uhr Seestermühe im Elbestadion in Wedel.
Nach dem knappen 2:3 in Rissen soll nun im eigenen Stadion der erste Punktgewinn der neuen Spielzeit gelingen.
Weitere Spiele und Tabelle
Den aktuellen Spielplan der 1. Herren mit den kommenden Partien gibt es auf der Mannschaftsseite des FC Roland Wedel bei fussball.de. Dort sind unter anderem die folgenden Spiele gegen Lieth am 28. August und gegen Gencler Birligi am 6. September aufgeführt.

