FC Roland Wedel: Spitzenreiter geschlagen, Torfestival in Heidgraben verloren

Zwei Spiele, zwei völlig unterschiedliche Geschichten für den FC Roland Wedel. Nach einem verdienten 3:2-Heimsieg gegen den bisherigen Tabellenführer Rantzau folgte eine ebenso turbulente wie bittere 5:6-Niederlage beim Heidgrabener SV. Während Roland im Spitzenspiel seine Qualitäten unter Beweis stellte, waren es wenige Tage später vor allem eigene Fehler, die wichtige Punkte kosteten.

Big Point gegen Tabellenführer Rantzau

Am 7. Spieltag stand für den FC Roland Wedel eine richtungsweisende Begegnung auf dem Programm. Mit einer Niederlage gegen Rantzau wäre der Rückstand auf den Spitzenreiter auf acht Punkte angewachsen. Ein Sieg hingegen würde das Rennen um die Tabellenspitze wieder spannend machen.

Entsprechend motiviert ging Roland in die Partie. Doch der Start verlief alles andere als geplant. Bereits nach zehn Minuten gingen die Gäste mit 0:1 in Führung. Zum ersten Mal in dieser Saison musste unsere Mannschaft im heimischen Elbestadion einem Rückstand hinterherlaufen.

Davon ließen sich die Wedeler allerdings nicht beeindrucken. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Roland die Kontrolle und erspielte sich erste Möglichkeiten.

Osman und Umut drehen die Partie

In der 24. Minute setzte Dashi zu einem starken Solo an und konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Osman Avci gewohnt souverän zum 1:1.

Der Ausgleich gab unserer Mannschaft zusätzlichen Rückenwind. Roland blieb am Drücker und belohnte sich noch vor der Pause. Nach einem langen Ball von Baris behielt Umut vor dem Tor die Nerven und traf zur verdienten 2:1-Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte Roland an die konzentrierte Leistung an. Einen starken Freistoß unseres Kapitäns Cemal verwertete Baris per Kopf zum 3:1.

Rantzau gab sich zwar nicht geschlagen und verkürzte in der Nachspielzeit noch einmal auf 2:3, doch Roland brachte den Vorsprung mit großem Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit über die Zeit.

Der 3:2-Heimsieg gegen Rantzau war perfekt. Drei wichtige Punkte gegen den bisherigen Spitzenreiter und der Beweis, dass unsere Mannschaft im Kampf um die vorderen Tabellenplätze ein ernstes Wort mitreden kann.

Sechs Gegentore und eine bittere Niederlage in Heidgraben

Nur wenige Tage später zeigte der Fußball allerdings wieder seine andere Seite. Was beim Spitzenspiel gegen Rantzau noch hervorragend funktioniert hatte, wollte beim Gastspiel gegen die zweite Herrenmannschaft des Heidgrabener SV plötzlich nicht mehr gelingen.

Am Ende stand eine kaum zu glaubende 5:6-Niederlage. Elf Tore in einer Begegnung sind schon ungewöhnlich genug. Dass Roland trotz fünf eigener Treffer ohne Punkte nach Hause fahren musste, machte diesen Abend besonders bitter.

Das Hauptproblem lag dabei weniger in einer grundsätzlichen Unterlegenheit als vielmehr in zahlreichen individuellen Fehlern. Immer wieder machten wir es den Gastgebern durch unnötige Aktionen leicht, zu Torchancen und Treffern zu kommen.

Manche Gegentore waren derart vermeidbar, dass man beinahe den Eindruck gewinnen konnte, wir hätten sie selbst erzielt. Ein Spiel, bei dem aus Roland-Sicht einiges zusammenkam, was besser nicht zusammengekommen wäre.

Diskussionen um das Schiedsrichtergespann

Für zusätzliche Unruhe sorgten einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, die auf Roland-Seite für Diskussionen und Unverständnis sorgten.

Besonders kritisch wurde dabei die Besetzung einer Linienrichterposition gesehen, da dort ein Spieler aus derselben Liga zum Einsatz kam. Diese Konstellation war aus unserer Sicht unglücklich und trug nicht gerade dazu bei, die ohnehin hektische Atmosphäre zu beruhigen.

Allerdings wäre es zu einfach, die Niederlage allein an den Unparteiischen festzumachen. Die entscheidenden Fehler unterliefen uns selbst.

Und auch die Leistung der Gastgeber verdient Anerkennung. Heidgraben zeigte großen Kampfgeist, nutzte die gebotenen Möglichkeiten konsequent und erzielte immerhin sechs Treffer. Diesen Sieg haben sich die Gastgeber keineswegs gestohlen.

Fazit: Zwischen Spitzenleistung und unnötigen Fehlern

Der FC Roland Wedel hat innerhalb weniger Tage beide Seiten des Fußballs erlebt. Gegen Rantzau überzeugte unsere Mannschaft mit einer geschlossenen Leistung, einer starken Reaktion auf den frühen Rückstand und der nötigen Konsequenz vor dem Tor.

In Heidgraben dagegen machten wir uns das Leben durch individuelle Fehler selbst schwer. Fünf eigene Treffer müssen eigentlich reichen, um ein Fußballspiel zu gewinnen. Wer allerdings sechs Gegentore kassiert, hat es schwer, etwas Zählbares mitzunehmen.

Die Erkenntnis aus beiden Begegnungen ist deshalb klar: Das Potenzial ist vorhanden, um ganz oben mitzuspielen. Entscheidend wird sein, die guten Leistungen regelmäßig abzurufen und die vermeidbaren Fehler abzustellen.

Ausblick: Heimspiel gegen Haseldorf

Am kommenden Sonntag, dem 11. Oktober 2026, um 14:00 Uhr, empfängt der FC Roland Wedel die erste Herrenmannschaft aus Haseldorf zum nächsten Kreisliga-Spiel.

Nach der bitteren Niederlage in Heidgraben bietet sich damit direkt die Gelegenheit, wieder an die starke Vorstellung gegen Rantzau anzuknüpfen und im heimischen Elbestadion die nächsten Punkte einzufahren.

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung!

#FORZAROLAND

Weitere Spiele und Tabelle

Alle Ergebnisse, die aktuelle Tabelle der Kreisliga 7 und die kommenden Begegnungen findet Ihr auf der Mannschaftsseite des FC Roland Wedel bei fussball.de. Dort sind auch die nächsten Partien gegen Sparrieshoop am 18. Oktober und Borstel am 25. Oktober aufgeführt.