Liga unterliegt gegen Lieth

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Bezirksliga West, 28. Spieltag: FC Roland Wedel I – SV Lieth I 2:3 (0:3) Spielabbruch

Unsere Liga hat am heutigen Tag eine tolle Aufholjagd gestartet und sich nach einem 0:3 Rückstand zur Halbzeit auf 2:3 zurück gekämpft. In der Nachspielzeit kam es dann zu turbulenten Szenen, woraufhin der Schiri die Partie in der 95. Spielminute etwas überraschend abbrach. Möglicherweise wird das Spiel am grünen Tisch umgewertet.

 

Spielbericht

Das heutige Spiel hatten wir mit Vorfreude erwartet, da wir in diesem Kalenderjahr auf heimischen Platz bisher ungeschlagen waren. Zudem wollten wir es schaffen, Lieth in dieser Saison zweimal zu schlagen, nachdem wir bereits das Hinspiel mit 0:1 für uns entschieden hatten.

Die SV Lieth brauchte dagegen im Abstiegskampf noch Punkte. Mit 34 Zählern lagen sie vor dem Spieltag nur knapp mit 4 Punkten hinter uns. Sie waren jedoch aufgrund der unglaublichen Tabellensituation in der Bezirksliga West noch akut abstiegsgefährdet.

Lieth nahm sich dem Ernst der Lage an und begann furios. Die Gäste legten einen Dreierpack durch Tore von Thies Harbeck (15′), Sascha Petersen (20′) und Tim Henningsen (39′) eine 3:0-Pausenführung vor.

So lässt sich die erste Hälfte kurz resümieren: Lieth: stark. Roland: schwach. Mehr Worte braucht man zu Halbzeit 1 nicht verlieren.

 

Halbzeitstand 0:3

Trainer Obloch wollte sich jedoch nicht mit einer Niederlage zufrieden geben und auch den Zuschauern im vorletzten Heimspiel noch etwas bieten. Er wechselte Sjunne Bräuner für Florian Götting ein (46′) und stellte taktisch um. Und es gelang ihm offensichtlich, die Roland-Truppe in der Pause wachzurütteln.

Im zweiten Durchgang legte der FCR daraufhin einen Zahn zu und begann eine aufregende Aufholjagd. Zunächst gelang Josip Dilber der Anschlusstreffer zum 1:3 in der 70. Spielminute. Nur 10 Minuten später sprach uns der Schiri einen Elfmeter zu, welchen ebenfalls Josip Dilber zum 2:3 verwandeln konnte (80′). 

Nun war richtig Feuer in der Partie. Lieth brauchte diese bereits sicher geglaubten drei Punkte gegen den Abstieg und wir wollten unsere Heimserie fortsetzen. Leider wurden nun auch die Zweikämpfe hitziger und dem Schiri gelang es nicht, Ruhe in die Partie zu bringen.

In der Nachspielzeit klärte Lieth den Ball auf Höhe der Mittellinie in die Wicken. Wir führten den Einwurf mit dem zweiten, an der Mittellinie verfügbaren Ersatzball schnell aus. Doch ein Liether Spieler stellte sich in den Weg. Nun eskalierte diese harmlose Szene zu einer Rudelbildung mit Schubsereien auf beiden Seiten. Nach zwei gelben Karten für die Gäste entschied sich der Schiedsrichter plötzlich, die Partie abzubrechen (95′).

Das Handgemenge war natürlich von beiden Teams unsportlich und absolut überflüssig. Dennoch war dies eine Szene wie sie jede Woche auf Hamburgs Amateurfußballplätzen zuhauf vorkommt. Und außer ein paar Schubsern und Beschimpfungen war eigentlich nicht viel dabei. Warum sich der Schiedsrichter hier genötigt gefühlt hat, die Partie abzubrechen, konnte eigentlich niemand auf oder neben dem Platz wirklich nachvollziehen.

Wie dem auch sei. Nach dem Spielabbruch beruhigten sich die Gemüter wieder und alle guckten sich verdutzt in die Augen. Es ist fraglich, ob der Schiedsrichter zuvor alle Mittel zur Spielfortsetzung ausschöpfte, wie es erforderlich gewesen wäre.

 

Fazit

Die Partie war zwar kein Leckerbissen für die Zuschauer, brachte jedoch viele Facetten mit, sportlich wie emotional. Leider endete sie unschön und nun müssen alle darauf warten, wie der Schiedsrichter die Szenen in der Nachspielzeit bewertet und welcher Mannschaft er ein Fehlverhalten zuordnet.

Fakt ist dass die Partie abgebrochen wurde und es nun in der kommenden Woche zu einer Verhandlung beim Sportgericht des Hamburger Fußballverbandes (HFV) kommen wird. Da beide Mannschaften gleichermaßen beteiligt waren, sind gem. §28 der SpO des HFV alle Urteile zwischen Spielwiederholung, Umwertung auf 3:0 für Roland, Wertung mit 2:3 für Lieth oder eventuell auch eine Niederlage für beide Mannschaften mit 0:3 Toren möglich.

Wir warten demütig und gespannt auf das HFV-Urteil und bedanken uns bei den Zuschauern sowie bei der Alten Herren für die Unterstützung.

 

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