Liga unterliegt bei Germania

Bezirksliga West, 25. Spieltag: Germania Schnelsen I – Roland Wedel I 3:1 (1:1)

Unsere Ligamannschaft hat am heutigen Abend eine verdiente 3:1 Niederlage bei Germania Schnelsen 1. kassiert. Germania konnte damit die Abstiegsränge verlassen und auf vier Punkte zu uns aufschließen.

 

Spielbericht

Der heutige Gegner hieß Germania Schnelsen und stand vor der Partie mit 22 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, nur 7 Zähler hinter uns. Es war somit eine Partie gegen einen direkten Konkurrenten gegen den Abstieg. Kurz: Abstiegskampf.

Diesen Abstiegskampf nahm unsere Ligamannschaft jedoch nicht an. Im Gegenteil, das heutige Spiel unserer Mannschaft war nicht gut. Es fehlten die Laufbereitschaft sowie der letzte Biss in den Zweikämpfen. Auch die Konzentration war über 90 Minuten nicht hoch genug.

All das war bereits beim Treffpunkt zu spüren, als einige Spieler zu spät kamen. Auch beim Aufwärmen war die Stimmung nicht gut. Trainer Obloch bemerkte schon zu diesem Zeitpunkt, dass die Spieler durchgehend nicht bei 100 % waren. Daher wählte der Trainer vor der Partie eine laute Ansprache und versuchte, die Mannschaft wach zu rütteln. Ohne Erfolg.

Wir kamen aus der Kabine und waren doch nicht voll da. Wir fanden keinen Zugriff gegen den Ball und unterschätzten den Gegner in allen Belangen. Darüber hinaus machten wir viele Fehler, taktische Fehler, dumme Fehler. Trainer Obloch meinte nach der Partie, dass die ersten zwanzig Minuten der Partie die schlechtesten zwanzig Minuten der gesamten Saison 2017/18 des FC Roland Wedel 1. waren. Und dabei vergaß er nicht die schlechte erste Hälfte beim SC Egenbüttel. Selbst diese schlechte Phase in Egenbüttel ordnete der Trainer noch besser ein.

Ganz anders trat heute unser Gegner Germania Schnelsen 1. auf. Die Heimmannschaft machte vom Anpfiff an eigentlich all das richtig, was wir falsch machten. Folgerichtig fiel bereits in der 15. Spielminute das verdiente 1:0 für Germania.

Das Gegentor schien unser Team zumindest etwas wach gerüttelt zu haben. Ab der 20. Spielminute kamen wir endlich etwas besser in die Partie. Wir erspielten uns einige Torchancen und hatten durch Yannik Kurowski und Hakan Celik zwei nennenswerte Abschlüsse. Daraufhin folgte eine Standardsituation: Freistoß von halblinks. Burak Bayram brachte den Ball in den Strafraum, wo Cüneyt Palaz richtig stand und den Ball ins lange Eck zum 1:1 Ausgleich einnetzte  (28‘).

Wer nun jedoch glaubte, die Partie würde sich wenden, lag leider falsch. Auch nach dem Ausgleichstreffer waren wir nicht griffig und schlichtweg nicht gierig genug. Das beste an der ersten Halbzeit war für uns das Ergebnis. Trotz schwachen Spiels stand es durch einen Standard 1:1 zur Halbzeit.

 

Halbzeitstand 1:1

Der Trainer analysierte das Spiel in der Kabine und stellte klar, dass das Ergebnis für uns das beste an der Partie war und dass die Mannschaft sich steigern müsse. Für die zweite Halbzeit nahmen wir uns vor, von Beginn an da zu sein und Gas zu geben.

Diese Vorsätze konnten wir allerdings nicht auf den Platz bringen. Nach nur 35 Sekunden fiel bereits das 2:1 für Germania Schnelsen (46′). Der Führungstreffer für die Gastgeber war natürlich hoch verdient, doch er fiel für uns zum schlechtest möglichen Zeitpunkt. Jeglicher Elan und jegliche Spielfreude, die nach der Halbzeitansprache des Trainers hätten entstehen können, wurden im Keim erstickt.

In der 62. Spielminute stellte unser Coach die Taktik um und wechselte doppelt. Tim Seeliger und Niklas Gauger kamen für Tim Dreschniol und Cüneyt Palaz (62‘) ins Spiel. Danach hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und fanden etwas mehr Zugriff zum Spiel. Dennoch war Germania über die ganze Zeit wacher und konnte sich schon nach kurzer Zeit auf unsere taktische Umstellung einstellen. Schnelsen warf sich stets in die Zweikämpfe zeigte körperlich deutlich mehr Einsatz. Auch in der letzten halben Stunde der Begegnung hatte man stets das Gefühl, dass die Heimmannschaft dem 3:1 näher war als wir dem Ausgleich, indem sie immer wieder gefährliche Konter setzte.

In der 82. Minuten verletzte sich dann auch noch Paddy Mohr und musste raus. Für ihn kam Umut Can Bayram in die Partie.

Kurz vor Spielende erhielten wir noch einen Freistoß. Diesen brachte unser Kapitän hoch in den gegnerischen Strafraum, doch Schnelsen konnte klären. Den „2. Ball“ konnten wir gewinnen, aber unser Nachschuss wurde abgeblockt. Nun gewannen wir auch den zweiten „2. Ball“ und versuchten den Ball von der Mittellinie in die Box von Germania zu heben. Dieser Heber missglückte allerdings und so kam Germania zu einer fünf gegen zwei Kontersituation. Am Ende dieses Spielzuges ging Germanias Timo Riemer allein auf unseren Keeper Kadir zu. Riemer war mit 13 Treffern des Topscorer des Gegners und so war bereits abzusehen, was passieren musste: Riemer versenkte den Ball zum hoch verdienten 3:1 Endstand (89′).

Kurz darauf pfiff der Schiri die Begegnung ab.

 

Fazit

Wir sind in dieser Saison noch nie so unkonzentriert und fahrig aufgetreten wie am heutigen Abend in Schnelsen. Die Partie war quasi ein Spiegelbild des Hinspiels am 01. Oktober des letzten Jahres, als wir mit 3:1 gewinnen konnten.

Letztlich fielen in unserer Mannschaft heute zu viele Spieler komplett aus. Bei der aktuelle dünnen Personaldecke konnten wir diese Ausfälle nicht kompensieren. Daher geht die 3:1 Niederlage auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir können am Ende sogar froh sein, dass das Ergebnis nicht höher ausgefallen ist.

Wie wir in dieser Woche in der Champions League erleben durften, passieren solche Auftritte auch den großen Teams wie Barcelona und Real Madrid. Insofern hat man vielleicht in jeder Saison mal solche Spiele. Man wähnt sich vor dem Spiel als Favorit und kann sich nicht vollends motivieren.

Für uns heißt es jetzt: Mund abwischen und nach vorne schauen. Die nächste Partie gegen den Tabellenzweiten in Rantzau findet bereits am kommenden Dienstag, den 17. April um 20 Uhr in Barmstedt statt. Und in dieser Partie sind wir definitiv nicht der Favorit. Dies belegt die Tabelle: Der Zweite gegen den Achten. Vielleicht schaffen wir es hier, uns besser zu motivieren und unsere PS auf das Spielfeld zu bringen. Wir freuen uns zu ungewohnter Stunde über die Unterstützung unserer Fans.

Spielort: Düsterlohe 6, 25355 Barmstedt.

Anpfiff: 17. April, 20 Uhr.

 

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